Freundegeschichte für Kinder
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„Panda Paulchen ist alles schnurzpiepegal“
„Nichts und niemand kann mich von meinem Mittagsschlaf abhalten“, gähnt Paulchen, der Panda, als er von dem Baum herunter purzelt, von dem er gerade noch gefressen hat.
Langsam trottet er zu seiner Höhle und legt sich hin.
Mitten in einem wunderschönen Wald lebt Paulchen ganz allein.
Alle anderen Tiere haben sich von ihm abgewendet und wollen nicht mehr mit ihm befreundet sein, weil Paulchen immer nur an sich denkt und ihm alles andere egal ist.
Kurz darauf ertönt ein ohrenbetäubendes Schnarchen im ganzen Wald.
Mäuschen Mia und Eichhörnchen Lotte wissen längst, wer das ist. Jeden Tag um dieselbe Zeit hält Paulchen seinen Mittagsschlaf und schnarcht dabei so laut, dass er alle anderen Tiere im Wald stört.
Wie jeden Tag laufen Lotte und Mia zu seiner Höhle.
„Paulchen, du störst uns beim Spielen“, flüstert Mia ihm ins Ohr. Lotte rüttelt vorsichtig an ihm. „Wir hören nicht einmal mehr unsere eigenen Stimmen!“

Doch wie immer brummt Paulchen nur: „Ist mir schnurzpiepegal!“
Er dreht sich zur Seite und schnarcht weiter.
Doch heute passiert etwas, das Paulchen zum ersten Mal nachdenklich macht.
„Pepo?“, ruft eine Stimme verzweifelt durch den Wald.
„Wo bist du?“, erklingt eine zarte leise Stimme.
„Wer stört mich denn jetzt schon wieder?“, denkt Paulchen verschlafen.
Als er aus seiner Höhle schaut, sieht er alle Tiere des Waldes aufgeregt umherlaufen.
Er entdeckt Bärenpapa Carlo und Mäuschen Mia.
„Was, wenn ihm etwas zugestoßen ist?“, sorgt sich Carlo.
„Wir finden ihn ganz bestimmt“, tröstet ihn Mia.
Genervt vom Lärm fragt Paulchen die Schmetterlinge, die hoch oben in der Luft Ausschau halten: „Was ist denn hier los?“
„Wir suchen Pepo“, antworten sie.
„Wer ist Pepo?“, fragt Paulchen.
„Er ist der kleinste Bär im ganzen Wald und er ist verschwunden. Du könntest uns helfen.“

Paulchen zuckt mit den Schultern. „Ich kenne ihn nicht. Ist mir schnurzpiepegal.“
Dann stapft er zu seinem Bambusbaum, um dort seine Ruhe zu haben.
Doch kaum hat er sich hingelegt, hört er ein leises Schluchzen.
Neugierig folgt er dem Geräusch. Hinter seinem Bambusbaum sitzt der kleine Bär und weint.






