Anton und Pipp

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Kindergeschichte Schule Junge und Maus12

Eine Schulgeschichte für Kinder (Für die ersten Schultage und gegen Schulangst)

Kindergeschichte zur Einschulung und gegen Schulangst

„Anton und Pipp

Anton steht mitten auf dem Schulhof und weiß nicht so recht, wohin mit sich.

Rund um ihn herum ist es laut. Kinder laufen über den Hof, Eltern verabschieden sich, irgendwo fällt eine Trinkflasche zu Boden und ein Junge ruft nach seiner Mama. 

Anton hält die Träger seines neuen Ranzens ganz fest und schaut sich um.

Eigentlich möchte er gerne zu den anderen Kindern gehen. Aber er traut sich nicht.

Heute ist Antons erster Schultag.

Eigentlich freut er sich. Also … ein bisschen. Und ein bisschen auch nicht.

Denn in seinem Bauch fühlt es sich ganz komisch an. Wie viele kleine Schmetterlinge, die dort Disco tanzen.

Und dann kommt ihm diese eine Frage in den Kopf:

„Was ist, wenn ich keine Freunde finde?“

Anton setzt sich auf eine Bank und beobachtet die anderen Kinder.

Sein Bauch kribbelt, weil er sich so viele Sorgen macht.

Was, wenn er etwas nicht kann? Was, wenn er etwas Falsches sagt? Was, wenn die anderen Kinder ihn nicht mögen?

„Falls du jetzt gerade überlegst, wieder nach Hause zu gehen …“, flüstert es plötzlich neben ihm.

Anton erschrickt.

„Wer ist da?“

Er schaut sich um.

Niemand.

Dann schaut er nach unten.

Unter der Bank sitzt ein kleines Mäuschen.

Kindergeschichte Schule Junge und Maus15
Anton und die Maus

Anton zeigt auf sie.

„Du hast gerade gesprochen.“

„Ja.“

„Du bist eine Maus.“

„Das sehe ich.“

„Mäuse können nicht sprechen.“

„Und Menschen können nicht fliegen, oder?“, antwortet sie und zuckt mit den Schultern.

Anton schaut sie verwirrt an.

„Nein.“

Die Maus setzt sich auf ihre Hinterpfoten.

„Ich heiße Pipp.“

„Ich … Äh … ich heiße Anton.“

Pipp klettert auf die Bank und setzt sich neben ihn.

„Also“, piepst sie. „Was genau macht dir solche Sorgen?“

Anton schaut auf seine Schuhe.

„Alles.“

„Das ist ziemlich viel.“

„Ich weiß nicht, ob ich Freunde finde. Und was, wenn ich etwas nicht kann? Oder die Lehrerin mich etwas fragt und ich die Antwort nicht weiß? Und wenn alle anderen viel besser sind als ich?“, erzählt Anton.

Pipp hört aufmerksam zu.

Als Anton fertig ist, nickt sie.

„Du hast dir ja schon einen ziemlich anstrengenden Schultag ausgedacht.“

„Was meinst du?“

„Du bist noch nicht einmal im Klassenzimmer und hast bereits fünf Dinge erlebt, die überhaupt nicht passiert sind.“

Anton muss darüber nachdenken.

„Stimmt.“

„Wie wäre es, wenn wir erst einmal herausfinden, was wirklich passiert?“

Kindergeschichte Schule Junge und Maus15
Anton und Pipp

Anton sieht sie an.

„Wir?“

Pipp springt von der Bank.

„Du gehst in die Schule. Ich passe auf dich auf.“

Anton lächelt.

„Na komm! Los!“

Anton folgt der kleinen Maus.

Im Klassenzimmer bleibt Anton kurz in der Tür stehen.

„Da drüben!“, flüstert Pipp und zeigt auf einen freien Platz.

Anton entdeckt sein Namensschild auf einem Tisch am Fenster und setzt sich.

Neben ihm sitzt ein Mädchen und malt etwas auf ihren Block.

Anton schaut zu ihr.

„Frag sie etwas“, flüstert Pipp aus seinem Ranzen.

Als Anton kurz zögert, zwickt sie ihn in die Wade.

„Aua!“, ruft Anton.

„Ist alles ok?“, fragt das Mädchen.

„Was malst du?“, fragt Anton.

„Eine Sonne.“

„Warum?“

„Weil heute so ein schöner Tag ist.“

Anton wird etwas lockerer.

„Ich bin Anton.“

„Mia.“

Aus Antons Ranzen kommt ein leises Rascheln.

Pipp steckt den Kopf heraus.

„Gut gemacht“, piepst sie.

In diesem Moment stellt sich Frau Sommer vor die Klasse.

Und genau hier beginnt das eigentliche Abenteuer …

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