Eine Gute-Nacht-Geschichte über Angst und Mut
Schönes Einschlafen mit Mut im Herzen – mit dieser Kindergeschichte
„Die kleine Angst unter Mias Bett“
Jede Nacht, wenn das Licht ausgeht und der Mond durch das Fenster scheint, wird es in Mias Zimmer still.
Nur ein leises Rascheln ist dann unter ihrem Bett zu hören.
Mia zieht die Decke über den Kopf.
Sie hält die Luft an und lauscht.
Vielleicht hört es auf, wenn sie sich nicht bewegt.
Vielleicht schläft es einfach wieder ein.
„Morgen schaue ich nach“, denkt sie.
Aber auch am nächsten Abend denkt sie wieder dasselbe.
Nacht für Nacht hört sie das Geräusch. Und Nacht für Nacht wird ihre Fantasie größer.
Sie traut sich aber nicht nachzusehen.
Raschel … raschel … krck … krack …
„Ich habe Angst“, flüstert Mia und drückt ihren Teddybären fest an sich. „Ob es ein Monster ist?“
Mia ist schon sieben Jahre alt. Doch nachts fühlt sie sich manchmal ganz winzig klein. Trotz Nachtlicht fällt es ihr oft schwer, einzuschlafen.
Und das Rascheln unter dem Bett macht alles nur noch unheimlicher.
An diesem Abend aber denkt Mia an die mutigen Kinder aus ihren Büchern „Die haben auch oft Angst und gehen trotzdem los“, überlegt sie.
Und dann überkommt Mia ein plötzlicher Gedanke: „Kann ich heute auch einfach mutig sein? Oder bin ich einmal ein Angsthase, immer ein Angsthase?“

Mia atmet tief ein.
„Vielleicht kann ich das auch. Ich möchte nicht länger ein Angsthase sein“, sagt sie leise zu sich selbst.
Langsam rutscht sie aus dem Bett.
Die weichen Teppichfuseln kitzeln ihre nackten Füße. Sie knipst die kleine Nachttischlampe an, die warmes Licht in die Ecke wirft, und kniet sich auf den Boden.
„Hallo?“, flüstert sie vorsichtig.
Mia beugt sich hinunter und schaut unter das Bett.
Ihr Herz pocht wie wild.
Dann hört das Rascheln plötzlich auf.
Und da sieht sie es.
Ein kleines, rundes Wesen mit wuscheligem Fell, zitternd wie Wackelpudding. Es hat große Augen und hält sich die Ohren zu.
„Bitte sei leise“, piepst es. „Ich habe solche Angst vor lauten Stimmen!“
Mia blinzelt.
„Du … hast Angst?“
Das kleine Wesen nickt heftig. „Vor Dunkelheit. Vor Geräuschen. Und vor dem Alleinsein.“
Mia setzt sich im Schneidersitz vor ihr Bett.
„Aber ich dachte, du bist die Angst.“
„Das bin ich auch“, sagt das Wesen kleinlaut. „Ich bin nur eben selbst ganz schön ängstlich.“

Mia muss ein bisschen kichern.
Sie holt ihre Taschenlampe und lässt einen hellen Lichtkreis unter das Bett scheinen.
„Siehst du? Hier ist nichts Gefährliches.“
Das Wesen lugt vorsichtig hervor.
„Du bist gar nicht so unheimlich“, sagt es leise.
„Und du bist gar nicht so mutig“, sagt Mia lachend.
Dann sagt Mia: „Weißt du was? Magst du hervorkommen?“
Und genau hier beginnt das eigentliche Abenteuer …
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